Habicht
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Foto: Urban Kirchberg

Der Habicht über der Rhön

DFS Habicht

In der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug Darmstadt wurde 1936 von Herrn Dipl. Ing. Hans Jacobs das Leistungs- und Kunstflugsegelflugzeug Habicht konstruiert. Es war das erste speziell für den Kunstflug gebaute Segelflugzeug. Mit einer Gleitzahl von 21 reichte der Habicht an den Rhönbussard heran.

Die gedrungene Ausführung lässt schon auf den Verwendungszweck schließen. Während der Erprobung wurde das Flugzeug bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 450 km/h geflogen, allerdings lassen sich alle Kunstflugfiguren problemlos unter 200 km/h fliegen.

Der OSC benötigte 5 Jahre – von 1982 bis 1987 – um dieses einmalige Flugzeug unter der Leitung von Josef Kurz zu bauen. Die Komplettierung der Originalzeichnungen, Berechnungsunterlagen und Bauzeichnungen zog sich durch die gesamte Bauzeit.

Nach 3.600 Baustunden konnte im Jahr 1987 am 20. Juni auf der Wasserkuppe der Erstflug mit großem Erfolg von Josef Kurz durchgeführt werden. Im gleichen Jahr, beim Internationalen Oldtimertreffen auf der Hahnweide, wurde er einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Insbesondere die Fliegerkameraden aus dem benachbarten Göppingen, die zum Bau einen Zeichnungssatz beigesteuert hatten, waren begeistert, denn er trug das gleiche Kennzeichen (D-8002) wie ihr Habicht, der 1962 bei einem Halleneinsturz in Innsbruck zerstört wurde.

Am 18. Februar 1988 wurde der Habicht vom LBA als Baumuster 53 wieder zugelassen.

Bis Ende 1998 wurden mit diesem Flugzeug bei 347 Starts 162 Flugstunden auf der Wasserkuppe, Internationalen Oldtimer-Rallys und bei Flugveranstaltungen erflogen. Von 1999 bis 2005 war er im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug ausgestellt.

Seit 2005 ist der Habicht wieder zurück im Flugzeugpark des OSC. Dafür wurde der Reiher III an das Museum übergeben (siehe hierzu auch die Seite DFS Reiher III).

Von März 2006 bis Mai 2007 wurden etwa 700 Arbeitstunden aufgewendet.

Am 22. Mai fand die Abnahme mit Wägung durch den Prüfer Hans Joachim Och statt und am 30. Mai 2007 ist der Werkstattflug durchgeführt worden.

Mittlerweile ist der Habicht wieder zugelassen und wurde bereits auf einigen Flugtagen im Kunstflug vorgeführt.

Rüstgewicht 235  kg
Zuladung

115

 kg
Fluggewicht 350  kg
Spannweite

13,60

 m
Länge 6,58  m
Tragfläche 15,82  m2
Höhenleitwerk 2,00  m2
Seitenleitwerk 1,40  m2
Flächenbelastung 22,15  kg/m2
Höchstgeschwindigkeit 250  km/h
Gleitzahl 21  
 

Letzte Bearbeitung am 25. Oktober 2007