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29.
September 2008
Vereinsjubiläum und Flugtag in
Ziegenhain am 30.+31. August 2008
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Foto: Bettina u. Udo Giritsch |
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SG 38 nach Gummiseilstart im Flug |
An diesem Wochenende feierte
die Flugsportvereinigung (FSV) Schwalm ihr 75. Vereinsjubiläum. Der Verein
betreibt zusammen mit der AKAFLIEG Frankfurt den Flugplatz "Der Ring" in
Ziegenhain. Die AKAFLIEG Frankfurt ist seit 1961 hier beheimatet, nachdem in
Egelsbach kein Segelflug mehr ausgeübt werden durfte.
Beide Vereine organisierten und
führten am Sonntag bei herrlichstem Sommerwetter einen Flugtag durch. Doch die
Feierlichkeiten für das Vereinsjubiläum waren publikumswirksam bereits ab dem
22. August 2008 öffentlich gemacht worden. Denn seit diesem Tag wurde in der
Kreissparkasse Ziegenhain ein Ausstellung "75 Jahre Fliegen in der Schwalm"
eröffnet. Eine Chronik mit dem gleichen Titel beschreibt die Aktivitäten und die
wechselvolle Geschichte der FSV Schwalm von 1933 – 2008, die die Heimat der
Segelflieger aus Ziegenhain, Neukirchen und Treysa ist.
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Foto: Karl-Heinz Kellermann |
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SG 38, Habicht und SZD 59 |
Am Samstagabend den 30. August
fand in der Flugzeughalle das Fliegerfest mit Beiträgen zur Chronik des Vereins
und Ehrungen sowie anschließender Musik und Tanz statt. Zum offiziellen Teil
konnte der 1. Vorsitzende Johannes Rohde als Ehrengäste begrüßen: Landrat des
Schwalm-Eder-Kreises Frank-Martin Neupärtl, Bürgermeister Wilhelm Kröll,
Landtagsabgeordnete Regine Müller und den Präsidenten des Hessischen
Luftsportbundes (HLB) Dr. Jens Plusczyk. Zahlreiche Ehrungen gingen an den
Verein sowie dessen Mitglieder. So wurden unsere Mitglieder Helmut von Keitz und
Horst Löwe mit der goldenen bzw. silbernen Ehrennadel des HLB ausgezeichnet.
Peter Schenk, ebenfalls OSC-Mitglied, wurde für 20-jährige Mitgliedschaft
geehrt.
Der Sonntag begann um 10 Uhr
zunächst mit einem Festgottesdienst. Ab 11:30 Uhr startete der Flugbetrieb. Der
Habicht, am Samstag von der Wasserkuppe mit Peter Schenk als Pilot im Schlepp
überführt, und der Schulgleiter, bereits am Samstag aufgebaut, wurden an der
Zuschauerabsperrung präsentiert. Dazu kamen noch die YAK 55, geflogen von
Wolfgang Seitz und das vereinseigene Segelkunstflugzeug vom Typ SZD 59, das von
Klaus Kahler vorgeführt wurde.
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Foto: Karl-Heinz Kellermann |
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Peter Schenk nach der Landung |
Dass der Kunstflug und
insbesondere der Segelkunstflug einen breiten Rahmen im Flugprogramm ab 14 Uhr
einnahm ist nicht verwunderlich. Denn seitdem Horst Löwe eine Lo 100 an den
Platz brachte und Kontakte zu anderen Segelkunstfliegern aufbaute, ist der
Segelkunstflug hier zu Hause. Horst Löwe und Helmut von Keitz waren es auch, die
1987 den Habicht des OSC in Ziegenhain testeten und das Betriebshandbuch für den
Kunstflug erstellten. Seit 2001 werden von Klaus Kahler jährliche Lehrgänge zur
Heranführung an den Segelkunstflug und zur Segelkunstflug-Fortbildung
durchgeführt. Dadurch hat sich Ziegenhain zu einem nationalen Zentrum in dieser
Sportart entwickelt.
Auf die nachstehend
aufgezeigten Erfolge im Kunstflug können besonders stolz sein:
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Helmut von Keitz: Er
wird 1996 Hessenmeister im Motorkunstflug mit einer gecharterten Zlin 26 L
in Lauterbach.
-
Peter Schenk: Er
wird 2003 Hessenmeister in der Aufsteigerklasse bei den
Landesmeisterschaften im Segelkunstflug in Ziegenhain.
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Klaus Kahler: Er
wird 2004 Deutscher Meister im Segelkunstflug in der Aufsteigerklasse in
Biberach.
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Foto: Bettina u. Udo Giritsch |
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Hubschrauber EC 135 Pirol der Bundespolizei |
Doch nun zurück zum Flugtag:
Den Gästen werden Mitflugmöglichkeiten in den vereinseigenen Doppelsitzern
angeboten: im Segelflugzeug (Windenstarts), im Motorsegler,
im Ultraleicht-Motorflugzeug und in der Cessna. Auch die Trike-Gastflüge wurden
gerne angenommen. Umlagert wurde ein Hubschrauber EC 135 Pirol der
Bundespolizei, der nach den Flugvorführungen auch besichtigt werden konnte. Das Gefühl des Fliegens war
auch im Infomobil des Fördervereins Christoph 7 am Flugsimulator zu erleben.
Ab
14 Uhr wurde den Besuchern ein interessantes Programm geboten. Dabei war der
Doppelschlepp der YAK 55 mit Wolfgang Seitz und den beiden Segelkunstflugzeugen
Habicht (Peter Schenk) und SZD 59 (Klaus Kahler) sicherlich die Hauptattraktion.
Die PS-starke YAK schleppte innerhalb von nur 5 Minuten die beiden Segler auf
1200 Meter Höhe. Zunächst klinkte der Habicht aus und Peter zeigte vollendeten
Segelkunstflug. Es folgte anschließend der Segelkunstflug von Klaus in der SZD
59 und nachdem Wolfgang sich der Schleppseile entledigt hatte, zeigte er
Motorkunstflug in Vollendung.
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Foto: Bettina u. Udo Giritsch |
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Trike im Steigflug |
Es folgte der Schlepp eines
Drachens hinter dem Trike und mit unserem SG-38 wurde den Besuchern (mit deren
Unterstützung am Gummiseil) die Anfänge der Segelfliegerei demonstriert. Wegen
des Seitenwindes wurde auf den geplanten Windenschlepp mit dem Schulgleiter
verzichtet.
Nach Ende des Programms wurde
Peter mit dem Habicht hinter einem Motorsegler zurück zur Wasserkuppe
geschleppt. Mit Unterstützung der Fliegerkameraden aus Ziegenhain wurde der
Schulgleiter wieder abgerüstet und im Anhänger verstaut. Die Rückfahrt nach
Oberursel führte mich über Hüttenberg, wo ich bei Karl Walter Erbs den Anhänger
parkte. Er beförderte ihn dann in der folgenden Woche weiter nach Limburg wo die
nächste Flugveranstaltung mit Schulgleiter stattfinden sollte.
Karl-Heinz Kellermann
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Foto: Bettina u. Udo Giritsch |
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Doppelschlepp: YAK 55 bringt Habicht und SZD 59
schnell auf Höhe |
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Foto: Karl-Heinz Kellermann |
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Der Habicht schwebt nach seiner
Kunstflugvorführung zur Landung ein |
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