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13. September 2008

Flamingo on Tour - Flugtag am 16./17. August in Reinheim

Foto: Benjamin Scholz

Charmante Mitfliegerin im Flamingo und Martin Wallmer

Der Flamingo ist für den Jubiläumsflugtag in Darmstadt-Griesheim eingeladen. Außerdem feiert Reinheim, mein Heimatverein, seinen 80-jährigen Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür, der Flamingo muss zur Jahresnachprüfung (der Prüfer wohnt im Odenwald) und Andreas will seine mit Peppi begonnene Einweisung abschließen. Also macht der Flamingo eine Tour in den Darmstädter Raum.

Bei dem Flug von der Wasserkuppe nach Reinheim begleitet mich Andreas aus Rossdorf. Er hat einen Flug im Flamingo von seiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen. Bei Sonnenschein, niedriger Basis und leider etwas diesiger Sicht fliegen wir in ruhiger Luft bis Aschaffenburg zum Tanken und dann weiter nach Reinheim.

Der Samstag ist noch ruhig, es gibt noch keine Gastflüge. Ich nehme einige Vereinskameraden mit - begeisterte Gesichter. Da am Abend noch Ringelpietz mit anfassen in der Flugzeughalle anliegt, würde der Flamingo erst spät einen Hallenplatz bekommen. Also kurzer Flug nach Aschaffenburg, wo es genug Hallenplatz gibt. Außer Katja, unserer jüngsten Scheinpilotin, will uns auch noch eine Brieftaube begleiten. Bei laufendem Motor landet sie auf der linken oberen Fläche und bleibt dort mit Stolz geschwellter Brust von der Parkposition bis zum Rollhalt sitzen.

Als ich am nächsten Morgen in Aschaffenburg starte, sehe ich bei den Hallen am Ende der Bahn Erich Reichart, der an seiner Bücker Jungmeister schraubt. Er winkt, ich wackle mit den Flächen, ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen.

Foto: Benjamin Scholz

Flamingo transportiert Taube

Jetzt ist bestes Wetter. Ein Ticket nach dem anderen wird verkauft, der Propeller bleibt (fast) nicht mehr stehen. Trotzdem findet sich Zeit für einen Schlepp mit der K8. Sie ist schon über 50 Jahre alt und damit auch ein echter Oldtimer. Von Geschwindigkeit und Gewicht passt sie einfach richtig gut zum Flamingo.

Am Ende des Tages möchte ich nach Heppenheim. Andreas wartet schon sehnsüchtig und möchte noch ein paar Platzrunden drehen. Doch durch ein Missverständnis ist noch ein Ticket zu viel verkauft worden. Erst ärgert es mich, jetzt muss ich noch mal nach Aschaffenburg zum tanken fliegen. Der Gast ist eine charmante junge Dame aus Damaskus, da verfliegt der Ärger dann doch recht schnell. An der Tankstelle ist dann auch Erich mit der Bücker, wie immer wie aus dem Ei gepellt (die Bücker). Auch Martin und Ariane mit ihrer Piper J5 sind da. Auf dem Rückflug nach Reinheim erst ein lockerer Verband mit der Piper, dann ist auf einmal die Bücker ganz dicht an unserer Fläche.

Das Wenige, was ich über Verbandsflug weiß, habe ich von Erich gelernt. Es ist nicht ohne, weniger als eine halbe Spannweite voneinander entfernt zu fliegen. Ich entsinne mich genau an seine Lektionen und so machen wir zwei Überflüge in Reinheim, bevor wir landen und Erich weiterfliegt. Im wahrsten Sinne des Wortes, es war mir eine Ehre! Die Lady aus Damaskus steigt aus und sieht richtig happy aus.

Jetzt wird’s aber Zeit, recht kurz vor Sunset, ab nach Heppenheim. Maike, eine Flugschülerin, fragt, ob sie mitkann, s'Mama gibt noch die Zustimmung, und so geht’s an der Neunkircher Höh vorbei und übers Felsenmeer an die Bergstrasse. Es reicht grade noch für eine Platzrunde mit Andreas. Schon wieder zwei Gesichter (Maike und Andreas), die sich nur mit literweise Essig auf einen normalen Gesichtsausdruck neutralisieren lassen.

Foto: Benjamin Scholz

Flamingo und ASH 25

Spät kommen wir per Auto nach Reinheim zurück, wo noch einige Leute sitzen und sich beim Bier über den gelungenen Flugtag freuen.

Am nächsten Tag, völlig unausgeschlafen bei der Arbeit frage ich mich: Und wofür das Ganze? Na ja, unsere Schatzmeisterin hat ein paar €uro mehr in der Kasse, ich hab ein paar Stunden mit dem Kastendrachen mehr im Flugbuch. Aber alle Mitflieger haben richtig Freude gehabt. Vom damenhaft leichten hochziehen der Mundwinkel bis zum "ey Boah ey Waaaaaahnsin isdasgeil" war alles dabei. Einer hat fast den ganzen Flug die Arme zum Cockpit rausgestreckt, so waren wir eigentlich ein Dreidecker (hab bei der Landung dann fast gar nix mehr gesehen). Den hab ich auch den ganzen Flug trotz Motorlärm und Fahrtwind vor Vergnügen brüllen hören.

Ja, das ist schön.

Martin Wallmer

 

Letzte Bearbeitung am 18. September 2008